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Zahnsanierung vor Bestrahlung

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Vor Bestrahlungen im Kopf-Halsbereich ist eine Zahnsanierung rechtzeitig vor Bestrahlungsbeginn dringend anzuraten.

 

Wichtig ist eine Fluoridierungsschiene für die Zähne und eine

Bestrahlungsschiene zum Schutz der Mundschleimhaut.

 

 

 

 

Dies sollte nach einem festen Konzept erfolgen.

 

ZAHNSANIERUNG VOR BESTRAHLUNG

Vor Bestrahlung im Kopf- Halsbereich ist eine Zahnsanierung rechtzeitig vor Therapiebeginn dringend anzuraten.
Die Bestrahlung selbst ist eine hohe Belastung für Zähne, Zahnhalteapparat und Zahnfleisch. Ein Eingriff währen der Bestrahlung und auch lange Zeit danach führt unweigerlich zu starken knöchernen Defekten, da die Ausheilungsfähigkeit des Knochens und der Schleimhaut durch die Strahlenwirkung extrem herabgesetzt ist.
Gleichzeitig kommt es im Schmelzbereich der Zähne zu Mikrorissen, die eine deutliche Schwächung der Zahnsubstanz darstellen.
Die Schleimhaut der Mundhöhle leidet ebenfalls sehr stark. Insbesondere in der direkten Umgebung von Metallfüllungen oder Kronen, kann es durch Streustrahlungen zu Belastungsspitzen in der nahe liegenden Umgebung kommen. Dieses Phänomen kann man durch entsprechende Abstandsschienen mindern.
Das Konzept:
Rechtzeitig vor Therapiebeginn Entfernung aller nicht erhaltungswürdige, verlagerter und tief zerstörter Zähne und Sanierung von tiefen Zahnfleischtaschen, damit eine längerfristige Therapiefreiheit gewährleistet werden kann.
Bezüglich Zahnhartsubstanz empfehlen wir Fluoridierungsschienen, um vor, während und nach der Therapie hohe Fluoridkonzentrationen in den Schmelz einzuschleusen, um diesen resistenter gegen die Strahlung zu machen.
Während der Bestrahlung sollte bei vielen Metallfüllungen eine Abstandsschiene gefertigt und getragen werden, die die Schleimhaut auf Distanz zu diesen Metallen hält, um die Streustrahlung zu minimieren. Als Nebenwirkung ist auch eine Reduktion der Speichelproduktion zu verzeichnen, dies wiederum führt zu einer Belastung von Zähnen und Zahnfleisch, wegen der fehlenden Reinigungswirkung und der praktisch nicht mehr vorhandenen Remineralisation des Zahnfleisches. Hier lassen sich durch verschiedene Produkte und Prophylaxemaßnahmen die Folgen minimieren.